Wandertouren durch den Nationalpark Thayatal

Verborgene Geheimnisse und interessante Informationen über Natur und Lebensraum können Sie bei geführten Nationalparkwanderungen erfahren.

1) Thayatalweg

Gehzeit: 2 Std. / 6 km
bzw. mit Umlauf: 3 Std. / 9,5 km

Der Weg, in Teilbereichen auch Steig, führt über weite Strecken entlang der Thaya zum Umlaufberg, einem der eindrucksvollsten Elemente des Nationalparks, und durch unberührte Natur und reizvolle Landschaften. Die Route weist allerdings einige steilere Wegabschnitte auf. Festes Schuhwerk und Ausdauer sind erforderlich. Die Wanderung kann in Hardegg oder in Merkersdorf gestartet werden.
Der Rückweg verläuft großteils auf öffentlichen Straßen (nicht in Gehzeit enthalten.

Beginnend in Hardegg ist die Grenzbrücke der Startpunkt. Nach dem steilen Anstieg über den Gabrielensteig wird der Weg wieder einfacher. Bei einer Wegkreuzung zweigt links der Einsiedlerweg 2 ab.

Der Thayatalweg selbst führt nun wieder bergab. Direkt neben der Thaya ist es auch im Hochsommer angenehm kühl. Vereinzelt stehen hier die sehr selten gewordenen Eiben. Ein kurzes Stück nach dem Hangsteg zweigt rechts steil bergauf der Merkersdorfer Rundwanderweg 4 ab. Bei den ersten Fischerhütten teilt sich der Weg. Rechts, bergauf, führt die kürzere Variante zum Überstieg, einem Aussichtspunkt. Faszinierend, wie die engen Flussschlingen zwei einander gegenüberliegende Umlaufberge bilden. Nur ca. 1,3 km flussaufwärts ist auf tschechischer Seite die Ruine
Neuhäusel zu erkennen.

Einfacher ist der Weg rund um den Umlaufberg entlang der Thaya 1a (Gehzeit: 1 Std./3,5 km). Die Wiesen und Wälder wechseln hier einander ab, und das Rauschen des Wassers
begleitet den Wanderer. 

Unterhalb des Überstieges treffen die Wege wieder zusammen. Bei der Mündung des Kajabaches ist noch einmal die Ruine Neuhäusel, nun flussabwärts, zu erkennen. Im Kajabachgraben bei der Brücke führt rechts eine Abkürzung zum Parkplatz oder geradeaus eine Forststraße an der Ruine Kaja vorbei nach Merkersdorf (Kajaweg 5). Der Weitwanderweg 630 zweigt vor der Ruine Richtung Retz ab.

2) Einsiedlerweg

Gehzeit: 1,5 Stunden / 5 km

Bei der Zufahrt zum Nationalparkhaus überquert man die Landesstraße und gelangt über einen Feldweg zum Waldrand. Hier beginnt der Nationalpark, und eine Forststraße führt mitten in die Naturlandschaft. Dort wo der Thayatalweg 1 den Einsiedlerweg 2 quert, beginnt ein romantischer Hohlweg, der zur Bärmühl-Wiese an der Thaya führt und bei einer Felswand endet. In ca. 5 m Höhe ist eine Felsbehausung erkennbar.

Die Sage berichtet von einem Einsiedler, der hier zur Zeit der Kreuzzüge gelebt und den Hardeggern zu einer Silbermine verholfen hat. Zurück verläuft der Weg ein kurzes Stück entlang des Hohlweges, rechts bergauf zweigt ein Steig ab und verläuft durch Eichen-Hainbuchenbestände.

Zwei Aussichtspunkte vermitteln die beeindruckende Flusslandschaft der Thaya. Bei einer Weggabelung trifft der Einsiedlerweg wieder mit dem Thayatalweg 1 zusammen. Über den steilen Gabrielensteig führt der Weg nach Hardegg hinunter.
Über den Kirchensteig, der hinter dem Feuerwehrhaus oder gegenüber dem Parkplatz der Burg Hardegg beginnt, gelangt man zurück zum Nationalparkhaus.

3) Hardegger Rundwanderweg

Gehzeit: 1 Stunde / 3,5 km

Vom Hardegger Uhrturm beim Aufgang zur Burg fällt in südwestlicher Richtung eine weit in die Vorstadt ragende Felsnase auf, der Reginafelsen. Dorthin und weiter zum Maxplateau (Sendeanlage des ORF) führt der Hardegger Rundwanderweg. Links vom Uhrturm führt ein Fußsteig ins Tal zur Fugnitzbrücke und anschließend eine Sackgasse nach rechts zum Wanderweg. Hoch über der Fugnitz geht es direkt zum Fuß des Reginafelsens. Das harte Kalksilikatgestein hat standgehalten, als die Fugnitz den Talkessel geformt hat.

Bei der nächsten Weggabelung geht es geradeaus zum Reginafelsen mit einem herrlichen Ausblick auf die Vorstadt und die Burg Hardegg (Geländer nicht überklettern, Absturzgefahr!). Zurück zur Weggabelung geht es nun rechts durch einen Eichen- und Hainbuchenwald zum Maxplateau. Das Unterholz besteht aus Gelbem Hartriegel, Schlehdorn und Liguster.

Diese höchste Erhebung im unmittelbaren Stadtbereich ist typisch für das Thayatal. Die Steilabfälle Richtung Osten und Süden beherbergen wärmeliebende Pflanzen, die auch Trockenheit ertragen und gar nicht typisch für das Waldviertel sind. Insekten finden hier gute Lebensbedingungen. Die West- und Nordhänge tragen ein ganz anderes Pflanzenkleid. Rotbuche, Esche, Birke, Linde und Ahorn lieben die schattigeren, feuchten Hänge.

Zurück zur Stadt geht es über eine leicht begehbare Forststraße oder man nimmt die Abkürzung über den steilen Christbaumsteig (3a), der direkt vom Maxplateau abzweigt. Beim Alten Badeplatz treffen die beiden Wege wieder zusammen und führen in die Stadt zurück.

4) Merkersdorfer Rundwanderweg

Gehzeit: 1,5 Stunden / 5 km

Vom Parkplatz der Ruine Kaja  wandert man Richtung Merkersdorf. Nach ca. 500 m zweigt der Weg nach rechts bergauf ab. Ein Hohlweg führt durch ein kleines Wäldchen und mündet ins Merkersdorfer Feld. Ein gut ausgebauter Feldweg leitet geradeaus direkt zum Schwarzwald, wo der Nationalpark Thayatal beginnt. Allmählich geht der Weg in einen Steig über. Das Waldbild wird von lichten Eichen-Hainbuchenwäldern dominiert.

Bevor der Weg steil abwärts bricht, verleitet eine Bank zu einer kurzen Rast. Nun windet sich der Steig in steilen Serpentinen zur Thaya hinunter. Nach einigen Kurven zweigt ein Stichweg zum Aussichtspunkt ab. Gutes Schuhwerk ist hier unbedingt erforderlich! Im Frühjahr ist der Hang mit Leberblümchen übersät, und der Bärlauch verströmt seinen markanten Duft. Immer wieder glitzert die Thaya zwischen den Bäumen. Eine letzte Steilstufe führt hinunter zum Thayatalweg 1, der rechts nach Merkersdorf führt. Kurz darauf gabelt sich der Weg bei der ersten Fischerhütte, hinauf zum Überstieg (1) oder rund um den Umlauf (1a). 
Folgen Sie nun der Beschreibung des Thayatalweges 1.

5) Kajaweg

Gehzeit: 20 Minuten / 1 km

Ausgehend vom Kajaparkplatz führt der Weg über die Brücke am Eingang der Ruine Kaja vorbei ins Kajabachtal. Im Kajabach leben seltene Krebse, und der Fischotter ist hier auf Nahrungssuche unterwegs. Bei der ersten Brücke zweigt der Weg von der Forststraße links ab und verläuft entlang des Merkersdorfer Baches. Die Burgruine ist nun von ihrer Rückseite zu sehen. Nach zwei Brückenüberquerungen gelangt man auf eine Wiese, dahinter liegt bereits wieder der Kajaparkplatz.

6) Hennerweg

Gehzeit: 40 Minuten / 1,8 km

Dieser Themenrundweg mit seinen 6 Stationen ist besonders geeignet für Familien und bietet eine kurze, aber eindrucksvolle Wanderung auf einem bequem begehbaren Weg. Kinderwagentauglich!

Beginnend bei der Laubwelle am Parkplatz vor dem Nationalparkhaus führt der Weg ca. 50 m entlang der Landesstraße Richtung Hardegg, zweigt dann vor der Kurve rechts in den Wald ab und verläuft zu Beginn auf dem Einsiedlerweg – Kirchensteig 2. Nach einem kurzen Stück teilt sich der Weg. Rechts führt der Hennerweg weiter zur ersten Station. Bei den Buchenstämmen wird die Bedeutung von Totholz veranschaulicht und Besucher können bei Tastboxen und Gucklöchern selbst aktiv werden.

Nach etwa 10 Minuten Gehzeit gelangt man auf eine Forststraße, die zum Aussichtspunkt führt. Entlang dieser Wegstrecke werden anhand von drei typischen Laubblättern (Eiche, Hainbuche, Rotbuche) die Waldgesellschaften des Nationalparks erklärt. Beim Aussichtspunkt angelangt hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt Hardegg und die Flussschleifen der Thaya mit ihren verschiedenen Lebensräumen. Im überdimensional großen Stadtchronikbuch erfährt man Interessantes über die Geschichte von Stadt und Burg Hardegg. Es geht nun das kurze Stück zurück auf den Forstweg zur nächsten Station des Themenweges, einer riesigen Säge. Hier werden die Naturschutzmaßnahmen und Renaturierungsmaßnahmen des Nationalparks erklärt. Vorbei an der letzten Station mit Informationen über Besucherangebote gelangt man rechts über einen Feldweg wieder zum Nationalparkhaus.

Steckbrief

Nationalpark Thayatal (5 Angebote & Ideen)
Tel. +43 (0) 2949 7005-0
Nationalparkhaus
A-2082 Hardegg ()

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