Der Gruß auf dem Haupt-Eingangstor des Stiftes ist ein Ausdruck benediktinischer Gastfreundschaft und der Art, wie wir unsere Gäste aufnehmen wollen. Seit der Gründung durch Bayernherzog Tassilo III. aus dem Geschlecht der Agilolfinger im Jahre 777 durchschritten viele Menschen dieses Tor.

Glauben Sie nicht, Sie sind nur in einem Museum. Tatsächlich betreten Sie altehrwürdige Gemäuer und bewundern Schätze, aber sie dienen einem lebendigen Zweck für die Gegenwart. Das gilt für die Bibliothek, die Kunstschätze, die reiche Kirchenausstattung und die Sternwarte, das älteste Hochhaus Europas.

Stiftskirche

Bedeutende Ausstattungsstücke des Hauptschiffes sind die Kanzel von Urban Remele (1713) mit dem Ölbild "Paulus als Prediger" von Karl von Reslfeld und die ausgezeichneten flämischen Tapisserien , die früher nur an Festtagen, heute aber ständig die Stuckmäntel der Pfeiler umkleiden. Sie zeigen Szenen aus der Historie des ägyptischen Josef und stammen aus der Brüsseler Werkstätte der Reydams, wo sie gegen Ende des 17. Jahrhunderts gewebt wurden.
 
In der Empore an der Westseite der Stiftskirche fügt sich eine Orgel von bedeutender klanglicher Qualität.

Schatzkammer

Die Schatzkammer des Stiftes birgt Kleinodien von Weltruf, wie den Tassilo-Kelch - das Hauptwerk der Kremsmünsterer Sammlung und der karolingischen Golschmiedekunst überhaupt. Des Weiteren finden Sie dort die Tassilo-Leuchter, interessante und umstrittene Objekte des frühen Mittelalters.

Sehenswert ist weiters die barocke Einrichtung des Raumes: Die Wände schmücken acht Gobelins mit Szenen aus der Geschichte von Tamerlan und Bajazet (Ende des 17. Jh.s, Antwerpener Atelier des Andries van Butsel). Den vorzüglichen hochbarocken Eckofen baute 1718 der Linzer Hafnermeister Johann Bernhard Haberl.

Bibliothek

Die prachtvolle Stiftsbibliothek wurde um 1680 von Carlo Antonio Carlone begonnen und noch im selben Jahrzehnt vollendet. Sie gehört zu den größten in Österreich (65 m lang) und birgt in vier hintereinandergereihten Räumen ca. 160.000 Bände. Ausgehend von den in die Hohlkehlen jedes Raumes eingesetzten Porträts bedeutender Vertreter von Historie, Wissenschaft und Literatur, die allesamt Melchior Steidl ausführte, teilt man die Räumlichkeiten in Griechen-, Lateiner- und Benediktinersaal.

Sternwarte

In anschaulicher Weise zeigen die Sammlungen der Sternwarte heute die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Forschung über fast ein Vierteljahrtausend. Ihre gegenwärtige Form geht auf die Neuaufstellung im Jubiläumsjahr 1977 zurück. Dabei wurde darauf Rücksicht genommen, dass die Sternwarte bereits zum Museum eines Museums geworden war.

Von der Terrasse hat der Besucher Besucher einen Blick über das gesamte Stiftsareal und an schönen Tagen bis zu den Bergen des Toten Gebirges ermöglicht.

Weingut Stift Kremsmünster

Um 900 n. Chr. kamen die ersten Weingärten in Mautern an der Donau - gegenüber Krems - in Stiftsbesitz; diese gehören heute noch dem Stift und bildeten den Grundstock des heutigen "Weingutes Stift Kremsmünster" in KREMS-STEIN.

Seit Beginn der 90er Jahre konnten wir in Deutschkreutz sukzessive Weingärten erwerben und so zu einem zweiten Weingut kommen.

Die Führung der Kunstsammlung beinhaltet:

  •  Kaisersaal
  • Tassilo-Kelch
  • Gemäldegalerie
  • Bibliothek

Die Führung in der Sternwarte:  

  • naturwissenschaftliche Sammlung
  • Astronomie
  • Aussichtsterrasse 

Steckbrief

0043(0)7583/5275-150
Stift
A-4550 Kremsmünster ()

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EUR 6,50 - Kunstsammlungen:
Erwachsene: € 6,50
Kinder: € 3,-
Gruppen (ab 15 Personen): € 5,50

Naturwissenschaftliche Sammlungen:
Erwachsene: € 7,50
Kinder: € 3,00
Gruppen (ab 15 Personen): € 6,50
Kunstsammlungen:
Jänner - April: täglich Führungen um 11:00; 14:00; 15:30

Mai - Oktober:
Mo-Fr: 10:00; 11:00; 14:00; 15:00; 16:00
Wochenende + Feiertage: 10:00; 11:30; 13:00; 14:00; 15:00; 16:00

November - Dezember: täglich Führungen um 11:00; 14:00; 15:30

Naturwissenschaftliche Sammlungen:
Mai - Oktober: 10:00 und 14:00; Sommerferien zusätzlich 16:00

November - April: Führungsbetrieb gesperrt
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