Stadtumrahmung - Naturpark BLOCKHEIDE Gmünd-Eibenstein

Gmünd ist von einer Vielzahl geschützter Kostbarkeiten umgeben. Dies ist eine Besonderheit von herausragendem mitteleuropäischem Format. Ein fast geschlossener Ring hochwertiger Lebensräume umrahmt die Stadt. Eine steinige, hügelige Heidelandschaft und ein eng vernetztes Wiesen- und Flusssystem beherbergen eine hohe Anzahl selten gewordener Pflanzen und Tiere. Fahnenträger dieser bedrohten Arten ist der Weißstorch. Seine Horste in und um Gmünd streichen die Bedeutung, vor allem der Wiesen, im Gmünder Becken hervor. Gmünd ist daher seit langem die "Storchenhauptstadt des Waldviertels"

Horstnahe Storchenwiesen - Grenzfluss - Auwaldzellen

geplantes Naturdenkmal

Die Lainsitz mit Flussbegleitenden Gehölzen, Auwaldzellen im Bereich ehemaliger Altarme und horstnahe Futterwiesen sind die drei schützenswerten Biotoptypen. Besondere Bedeutung kommt den Wiesen zu, da während der ersten vier Wochen der Jungenaufzucht Futterwiesen im Nahbereich der Horste unbedingt notwendig sind. Somit nimmt dieser Lebensraum eine zentrale Stellung innerhalb der gesamten Stadtumrahmung ein. Mit dem nachhaltigen Schutz vor allem der Wiesen wird nicht nur für das Überleben des Weißstorchs gesorgt, sondern auch eine überraschend artenreiche und erlesene Gesellschaft zum Teil höchst gefährdeter Lebewesen wie, Ameisenbläulinge, Sumpfschrecke, Grüne Keiljungfer ...geschützt.

Teichkettenweg

Wandergebiet

Eine beliebte Wander- und Laufstrecke, die von vielen Punkten der Stadt erreichbar ist, verbindet naturnahe, mit Schilfgürteln und Eichenalleen versehene Teiche. Wasser und Klima bewirken die hervorragende Qualität unserer Fische. Besonders die Waldviertler Karpfen werden als Spezialität geschätzt. Beim Assangteich befindet sich der Campingplatz, das Sole-Felsen-Bad und Sportanlagen als touristische Attraktionen.

Naturdenkmal Malerwinkel

Naturdenkmal

Bevor die Braunau in die Lainsitz mündet, zeigt sie sich noch einmal besonders attraktiv. Ein Wanderweg führt durch diese malerische, gebirgsbachartige Flusslandschaft. Stromschnellen, imposante Granitwände, aber auch Fischotter, Wasseramsel und Gebirgsstelze sind hier die Garanten für Naturnähe. Die scharfen Kanten der Steinblöcke beweisen, dass das Gebiet früher einmal ein Steinbruch war. Die zauberhaften Farben des herbstlichen Laubwaldes lassen ahnen, wie es im "Silva Nortica" der Niederung wirklich einmal ausgesehen hat.

Naturpark Blockheide

Naturpark und Naturschutzgebiet

Der Naturpark ist ein beliebtes und weithin bekanntes Ausflugsziel. Sein besonderes Kennzeichen ist die Landschaft mit Bühel, Birkenhainen, Rotföhren, Heidekraut und vielen mächtigen, oft kugelförmig geformten Felsformationen. Ähnliche Landschaftsformen findet man erst wieder in Skandinavien. Felder und Wiesen sind in einem verwobenen System biologischer Verbindungswege eingebettet. Feldrain, Bühel und Hecke, im Zusammenspiel mit riesenhaften Granitblöcken, sorgen für eine reiche Gliederung. In einer heideartigen Landschaft mit Einzelblöcken, Blockburgen und Wackelsteinen empfindet der Besucher ein Naturerlebnis, das zum Träumen anregt.

Viele Wanderwege: 3 Themenwege (z.B. Granitbearbeitungslehrpfad, Marienkäferweg), Geologisches Museum, Blockheide-Shop, Aussichtsturm mit Ausstellung "die Geburt der Wackelsteine", Jausenstation “Schutzhaus Blockheide“, Naturkinderspielplatz.

Naturschutzgebiet Lainsitzniederung

Naturschutzgebiet

Diese Flussniederung ist ein ökologischer Spitzenreiter von internationaler Wertigkeit. Durch die Verbindung mit dem tschechischen "UNESCO-Biosphärenreservat Trebonsko" ist ein zusammenhängendes geschütztes Gebiet von Gmünd bis Trebon entstanden. Die Lainsitz, die frei in der Niederung mäandriert, wird in Fachkreisen als "ökologische Sensation" bezeichnet. Der Fluss mit seinen Altarmen, die Auwaldzellen und die Wiesen beherbergen zahlreiche Raritäten aus dem Reich der Vögel. Der Artenreichtum beweist die hohe Qualität dieser Kostbarkeit: So beeindrucken zum Beispiel 29! Libellenarten.

Wasserfeld

Das Wasserfeld, als ehemaliger Seeboden, besteht aus einer weiten, offenen, sehr feuchten Wiesenlandschaft. Die Feuchtigkeit wird durch lehmige Schichten, die bis zur Oberfläche reichen, erzeugt. So entstand hier eine für das hügelige Waldviertel eher untypische, weitläufige Ebene. Dementsprechend einmalig sind auch die Lebewesen. Gleich drei Flaggschiffe strengsten EU-Wiesenschutzes leben hier: der Wachtelkönig, der Helle- und der Dunkle Ameisenbläuling. Eine österreichische Einmaligkeit stellt auch das gemeinsame Vorkommen von Weißstorch, Kiebitz, Bekassine und Wiesenpieper dar. Gewaltige Ansammlungen von Jungstörchen runden das Bild ab.

Sandgruben

Ersatzlebensraum

Die Sandgewinnung hat hier ungewollt Ersatzlebensräume geschaffen. Sandbänke oder Steilwände sind in der kultivierten Landschaft, vor allem an regulierten Flüssen verschwunden. Tiefe Baggerungen und ein ständig schwankender Grundwasserspiegel erzeugen Verhältnisse, die den Gegebenheiten natürlicher Flusslandschaften ähneln. Feuchtlebensräume wechseln auf kleinstem Raum mit Trockenlebensräumen ab. Herausragende Besonderheit ist die Kreuzkröte, das gefährdetstes Amphib in Österreich. Uferschwalben, Waldwasserläufer und Flussregenpfeifer nisten jährlich hier. Die flachen Ufer- und Wasserzonen sind Anziehungspunkt für eine erstaunliche Reihe von Durchzüglern.

Steckbrief

++43(0)2852/52506-111
Schremser Straße 6
A-3950 Gmünd ()

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