Naturschönheiten im Nationalpark Nockberge


Blockwald Grundalm

In unmittelbarer Nähe zur Grundalm befindet sich ein schöner Blockwald. Dieser Lärchen-Zirben-Fichten-Wald hat sich auf großen Bergsturzblöcken gebildet. Im Unterwuchs fallen hochwüchsige Heidel- und Preiselbeeren über einer dichten Moosschicht auf.

Friesenhalssee

Zu den schönsten Alm-Zonen im Bereich der Nockalmstraße zählt die Zechneralm, von hier aus erreicht man in einer ca. 1stündigen Wanderung Richtung Königsstuhl den Friesenhalssee. Er schmiegt sich in eine Almmulde vor dem 2253 m hohen Seenock. Solch einsame gelegene Bergseen bezeichnen die Kärntner als Meeraugen.

Durch kleine Gebirgsseen wie den Friesenhalssee, so glaubte man, blicke das Meer mit seinen dunklen Augen empor. Die Meeraugen wurde meist als unheimlich empfunden, und auch dem Friesenhalssee sagt man nichts Gutes nach. So locke sein flaches Südufer die Weidetiere an, und seien sie erst ins kühle Wasser getreten, so die Legende, versänken sie im tiefen Grund, aus dem kein Mensch sie mehr zu retten vermag.

Hochmoor von St.Lorenzen

In der letzten Kehre der Straße, die von Ebene Reichenau in das schöne Bergdorf St. Lorenzen hinaufführt, zweigt ein Wanderweg ab, der sie nach nur ca. 10 min Gehzeit zum eindrucksvollen Hochmoor St. Lorenzen bringt. In diesem bauten in der Vergangenheit die Bauern der Umgebung, Torf als Einstreu für ihre Tiere ab. Hochmoore entstehen durch Wasserstau auf einer wasserundurchlässigen Schicht.

Im Gegensatz zu Niedermooren werden sie nur durch nährstoffarmes Niederschlagswasser versorgt und stehen nicht im Kontakt zum Grundwasser. Sie finden sich dadurch lediglich in niederschlagsreichen Gebieten. Auf den sauren Moorböden findet man Pflanzen, die besondere Methoden entwickelt haben, um mit der dort herrschenden Nährstoffarmut zurechtzukommen. Diese Spezialisten, wie z.B. der Sonnentau und Torfmoose, sind daher sehr anfällig für jegliche Veränderungen ihres Lebensraumes.

Kalter Keller

Auf diesem Karstplateau zwischen Zunderwand und Karlwand findet man im Austrittsbereich von Karstquellen eine Pflanzengemeinschaft, die nach der vorherrschenden Alpen-Schuppensegge bennant ist. Im Bereichder Nockberge ist die Alpen- Schuppensegge (Kobresia simpliciuscula), bisher nur im Kalten Keller nachgewiesen. Eine weitere Besonderheit in den kleinen Dolinen des Kalten Kellers ist die Koriander-Schmuckblume (Callianthemum coriandrifolium), ein Hahnenfußgewächs.

Kandelaberfichte

Am Schneegrubenweg im Rosental befindet sich im Bereich der Kolleralm diese besondere Fichte. Sie ist durch die vielen Verzweigungen am Stamm knapp über der Bodenoberfläche gekennzeichnet. Die besondere Wuchsform dieser Fichte wird durch die Erdstrahlung beziehungsweise durch Witterungseinflüsse erklärt.

Die Turracher Seen

Über die Turracher Bundesstraße (B95) erreicht man die Landschaft der Turracher Höhe erhält durch ihre 3 Seen ein besonders anziehendes Gepräge. Diese klaren Wasser sind Kinder der Eiszeit. Eine Sage erzählt die Entstehungsgeschichte jedoch anders und zwar soll der Allmächtige, als er die Nockberge erschaffen hatte, drei Freudentränen auf sein wohlgelungenes Werk fallen gelassen haben, und diese Tränen seien nun die schönen Seen auf der Turrach.

Im Zentrum der Almlandschaft liegt der 18,3 ha große und bis zu 33 m tiefe Turracher See, die Landesgrenze zwischen Kärnten und Steiermark überquert den See an seiner breitesten Stelle. In einer halben Stunde ist der See bequem zu umwandern. Etwa 300 m östlich davon liegt der 2 ha und bis zu 4 m tiefe Schwarzsee, er wird auf 2 Seiten von Hochmooren begrenzt, seinen Namen verdankt er dem klarem Wasser, durch das der schwarze Moorgrund sichtbar wird.

Ca. 1 km südöstlich des Turracher Sees knapp unterhalb des Schoberriegels liegt der nur 1,5 ha große aber bis zu 12 m tiefe Grünsee. Seinen Namen verdankt er der grünen Armleuchteralge Chara, die beinahe seinen gesamten Grund bedeckt und wegen des klaren Wassers fast überall durchscheint.

Windebensee

Der Windebensee ist gut durch einen Lehrpfad erschlossen. Der liebliche Bergsee, auch Hexensee genannt, wurde durch eine Dammaufschüttung auf eine Fläche von 0,43 ha künstlich vergrößert. Er ist durch eine breite, teilweise überflutete und dadurch inselförmig ausgebildete Verlandungszone am Südwestufer gekennzeichnet. Auf der Westseite des Sees fällt ein stärker beweideter Hang mit Zwergsträuchern.

Ebenfalls ist ein Braunseggenried mit Sauergräsern und Wollgräsern zu bewundern. Auf der Nordseite stechen einem Zirben ins Auge, die unmittelbar auf großen Felsblöcken wachsen. Das auffallendste Tier im Bereich des Windebensees ist der Grasfrosch, der sich massenhaft im See vermehrt.

Zirbenfriedhof Kasparkopf

Viele baumfreie Gipfel der Nockberge verdanken die Waldlosigkeit dem Wind (Gipfelphänomen). Dieser Waldgrenzentyp findet sich zum Beispiel am Kasparkopf. An besonders windexponierten Stellen, oft nur wenige Meter unterhalb der stromlinienförmigen Gipfelkuppen sind bisweilen richtige "Zirben- bzw. Lärchenfriedhöfe" aus mächtigen Bäumen anzutreffen. Bisweilen orkanartige Stürme haben alte Zirben und Lärchen entwurzelt und diese sind dann am Ort liegengeblieben.

Größter geschlossener Zirbenbestand der Ostalpen

Vom Rosental weg (Gebiet um die Schießtlscharte) bis in den Bereich der Turracher Höhe befindet sich einer der größten Zirbenbestände der Ostalpen. Die Zirben- (Lärchen-) Wälder schließen sich an die Fichtenwälder mit zunehmender Höhe an und bevorzugen eher karbonathaltige Unterlagen. Sie finden sich gürtelförmig zwischen 1.700 und 1.900 m, reichen jedoch an Rücken und Rippen oft beträchtlich höher. Die Zirbe ist ein typischer Hochgebirgsbaum. Eisige Winde, Frost und Schnee können ihr nichts anhaben, verträgt sie doch Temperaturen bis -43°C.

Zunderwand

Die Zunderwand ist in einer 1stündigen Wanderung ab Erlacher Hütte auf einem markierten Wanderweg erreichbar. Die Zunderwand gehört zu dem bis 3 Kilometer breiten Kalkband, das die Nockberge, die ansonsten aus silkatischem Urgestein bestehen, von Norden nach Süden durchzieht.

Interessant daran ist die Flora, welche durch Kalkvorkommen hier völlig anders als in den Nockbergen ausgebildet ist. Zum Beispiel findet man hier die kalkliebende bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum) anstatt der auf silikatischen Böen wachsenden Rostroten Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) wie im übrigen Gebiet des Nationalparks. Der Übergang von Kalkgestein zu Silikatgestein findet oft auf nur wenigen Metern statt.

Steckbrief

Nationalpark Nockberge (3 Angebote & Ideen)

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