Museum der Stadt Villach

Beim Museum der Stadt Villach, 1873 durch den Bauunternehmer Carl Andreas Picco gegründet, handelt es sich um eines der ältesten und größten Stadtmuseen Österreichs. Es ist ein historisches Museum, das der Geschichte, Kunst und Kultur des Villacher Raumes besonders verpflichtet ist. Es betreut auch ein kleines Stadtarchiv.

Ein prächtiges Schaustück ist der Totenschild des Landeshauptmanns Christoph Khevenhüller (1503-1557). Er hat 1542 Landskron erworben und dort auf mittelalterlichen Ruinen ein prächtiges Schloss errichtet. Der Schild stammt vom Grabmal in der Stadtpfarrkirche, er zeigt ein vollendet geschnitztes Khevenhüller-Wappen in der seit 1544 geführten Form.

Jakob Canciani wurde im Jahre 1820 als Kind aus Friaul stammender Eltern in Villach geboren. Die kunstsinnige Mutter ermöglichte ihm das Studium an der Akademie in Venedig. In seine Heimatstadt zurückgekehrt, widmete er sich der Landschaftsmalerei. Es sind heiter verklärte Bilder, obschon in ihnen stellenweise auch Spuren des Industriezeitalters festgehalten sind.

Josef Willroider wurde 1838 in Villach geboren. Nachdem er auf elterlichen Wunsch das Tischlerhandwerk erlernt hatte, ging er 1860 nach München, um sich der Malerei zu widmen. 1866 – 1889 wirkte Josef Willroider in Düsseldorf, dann wieder in München. Als angesehener Landschaftsmaler verstarb er dort 1915, er wurde in einem Ehrengrab am Villacher Zentralfriedhof beigesetzt.

Innerhalb der Schausammlung kann nur eine Auswahl aus den umfangreichen Sammlungen gezeigt werden, doch es gibt immer wieder interessante Sonderausstellungen zu unterschiedlichsten Themen.

Die legendäre Römerstraße zwischen Federaun und Warmbad, auf der noch heute die Wagenspuren deutlich zu erkennen sind, Gräberfelder östlich des Hauptbahnhofes, Keramik- und Baureste um die Kirche St. Jakob, die spätantike Siedlung auf dem Tscheltschnigkogel, Römersteine, Goldmünzen, die schon lange nicht mehr öffentlich gezeigt wurden, dazwischen Legionärs- und Gladiatorenausrüstungen, Schmuck, Wandmalereien, Keramik und Werkzeuge – alles fügt sich in der Sonderschau des Stadtmuseums zu einem großen Abbild der Villacher Römerzeit.

Steckbrief

Stadt Villach (4 Angebote & Ideen)
+43(0)4242 / 205-3500
Widmanngasse 38
A-9500 Villach (K)

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EUR 4,00 - Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr haben freien Eintritt. Es gibt sehr günstige Familienkarten, ab 8 Euro, mit denen es möglich ist, auch das Relief Kärntens im Schillerpark und den Stadtpfarrturm zu besichtigen.
10. Mai bis 30. Oktober 2016
Dienstag bis Sonntag 10 bis 16:30 Uhr. Montag und Feiertag geschlossen.
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