Liechtenstein Museum

Die Fürstlichen Sammlungen umfassen Hauptwerke europäischer Kunst aus fünf Jahrhunderten und gehören heute zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen der Welt. Ihre Anfänge liegen im 17. Jahrhundert. Wie bei vielen anderen in dieser Zeit entstandenen Sammlungen liegen die Wurzeln massgeblich im barocken Ideal kunstsinnigen fürstlichen Mäzenatentums. Das Haus Liechtenstein hat dieses Ideal über Generationen konsequent gepflegt und die Bestände planvoll erweitert und ergänzt. Aktive Ankaufspolitik setzt wesentliche Akzente durch spektakuläre Neuerwerbungen.Neben dem Standort Vaduz ist Wien die Auslage kunstsinnigen fürstlichen Mäzenatentums, das vom Haus Liechtenstein über Generationen konsequent gepflegt wurde.

Barocke Erlebniswelt

Die Fürstlichen Sammlungen setzen sich aus Kunstwerken zusammen, die für die barocke Galerie im Majoratshaus sowie für die Ausstattung der zahlreichen Schlösser der Fürsten erworben wurden. In der Präsentation des Liechtenstein Museum wurde diesem Umstand der Sammlungsgeschichte Rechnung getragen: Was einst miteinander gesehen und benutzt wurde, sollte wieder vereint werden. Malerei, Skulptur und Kunsthandwerk werden als jenes Gesamtkunstwerk präsentiert, in dem das Gebäude selbst mit seiner Ausstattung und die Sammlungsobjekte zum klassischen Musentempel werden.

Rubens, De Fries und Benzi

Dem Bauherrn des Gartenpalais, Fürst Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein, gelang 1693 der Erwerb des monumentalen Decius Mus-Zyklus von Peter Paul Rubens (1577–1640). Kurz darauf wurde für diese Bilderfolge bereits ein eigener Saal im Wiener Stadtpalais eingerichtet und niemand geringerer als Giovanni Giuliani mit dem Schnitzen prunkvoller Kartuschen für die passenden Rahmen beauftragt. Als 1807 das Gartenpalais in der Rossau als Gemäldegalerie eröffnet wurde, bildete der monumentale Zyklus das Herzstück der zur Schau gestellten Sammlungen. In die große Galerie, in der er fast 150 Jahre zu sehen war, ist er nun wieder zurückgekehrt. Mit den zwei unvergleichlichen, annähernd lebensgrossen Bronzefiguren des Adrian de Fries (1545–1626), Christus im Elend und dem Hl. Sebastian, bildete der Zyklus des Rubens schon im 19. Jahrhundert ein beeindruckendes Ensemble.

Steckbrief

Liechtenstein Museum GmbH (2 Angebote & Ideen)
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Fürstengasse 1

EUR 10,00 - Normalpreis
Freitag bis Dienstag 10.00–17.00 Uhr
Schliesstage sind Mittwoch und Donnerstag.
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