KUB - Kunsthaus Bregenz

"Das Kunsthaus steht im Licht des Bodensees. Sein Körper ist aus Glasplatten, Stahl und einer Steinmasse aus gegossenem Beton gebaut, die im Innern des Hauses Struktur und Raum bildet. Von außen betrachtet wirkt das Gebäude wie ein Leuchtkörper. Es nimmt das wechselnde Licht des Himmels, das Dunstlicht des Sees in sich auf, strahlt Licht und Farbe zurück und läßt, je nach Blickwinkel, Tageszeit und Witterung etwas von seinem Innenleben erahnen." Peter Zumthor, Architekt

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Foto: Markus Tretter © Kunsthaus Bregenz

Die Architektur

Der eigentlichen Aufgabe eines Museums, nämlich ein Ort für Kunstwerke zu sein und ein Ort für Menschen, die diesen Kunstwerken in Ruhe begegnen möchten, hat sich der Schweizer Architekt Peter Zumthor nach eigenen Worten mit seinem Entwurf für das Kunsthaus Bregenz verpflichtet.

Die Gebäude

Neben dem Landesmuseum und dem Landestheater positioniert sich der Neubau als selbstbewußter Solitär im Zentrum der Stadt und an der Uferlinie zum Bodensee. Dasselbe gilt für das auf der Altstadtseite vorgelagerte Verwaltungsgebäude, das - in der Proportion einer Reihe kleinerer Bauten angepaßt - neben den Bibliotheks- und Verwaltungsräumen auch ein Café-Restaurant und den Museumsshop aufnimmt. Diese Auslagerung von im heutigen Ausstellungsbetrieb nahezu unentbehrlich gewordenen Einrichtungen aus dem Ausstellungsgebäude verstärkt die Konzentration auf dessen eigentlichen Zweck.

Das Erdgeschoß

Das Erdgeschoß des Ausstellungsgebäudes übernimmt die Funktion des Foyers mit Kassa, Katalogverkauf und Garderoben, der größte Teil der knapp 500 m² aber konnte als Ausstellungsfläche und multifunktionaler Aktionsraum gewidmet werden. Mit seinen zur Gänze in geätztem Glas ausgeführten Außenwänden unterstreicht dieses Geschoß die tragende Konstruktion von drei unterschiedlich gesetzten Mauerscheiben, die einerseits in allen Geschoßen den Ausstellungsraum definieren und gleichzeitig die vertikalen Erschließungszonen (Stiegenhaus, Fluchttreppe, Personen- und Warenlift) vom eigentlichen Raum abtrennen. Durch die einheitliche Positionierung der Ein- und Ausgänge entwickelt sich ein Rundgang durch die, sich nur in den Raumhöhen unterscheidenden, drei Obergeschoße, die je nach Ausstellung als Saal in einem oder durch mobile Elemente frei unterteilt genutzt werden können.

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Foto: Markus Tretter © Kunsthaus Bregenz

Die Obergeschoße

Alle drei Obergeschoße sind als Oberlichtsäle ausgeführt, ermöglicht durch einen, über der Staubdecke aus geätzten Glaspaneelen befindlichen, freien Lichtraum, in den das Tageslicht durch umlaufende Lichtbänder einfällt. Das Kunstlicht - ebenfalls im Hohlraum über der Staubdecke integriert - ergänzt und ersetzt das Tageslicht bei Bedarf, ohne jedoch die einzelnen Lichtquellen sichtbar werden zu lassen.

Die Untergeschoße

Zwei Untergeschoße komplettieren das Raumprogramm. Im ersten, durch einen Lichtgraben teilweise noch mit Tageslicht versorgt, befindet sich neben den Sanitärräumen der Vortrags- und Museumspädagogikraum, der durch lichtdurchlässige Glasziegelwände von den nicht öffentlichen Bereichen (Packzone, Werkstätten, Personalräume) abgetrennt ist. Das zweite Untergeschoß ist durch ein Originalarchiv und Lagerflächen sowie durch die Technikzentralen definiert.

Die Fassade

Das Äußere des Ausstellungshauses wird bestimmt durch eine dem isolierten Gebäude vorgelagerte, luftdurchspülte Lichtdiffusionshaut aus milchglas- ähnlichen Glaspaneelen, die für eine erste Filterung und optimale Umlenkung des Tageslichts in die Lichtdecken der Ausstellungsgeschoße sorgen. Nachts strahlt das Kunstlicht durch die Lichtbänder aus dem Inneren des Gebäudes durch die Glashaut und zeigt sein Innenleben vor. In die filigrane Trägerkonstruktion zwischen Gebäude und Glasfassade integriert befinden sich technische Servicezonen und fix montierte Reinigungsstege und Reinigungslifte.

Aktuelle Ausstellungen im KUB

Miriam Cahn

DAS GENAUE HINSCHAUEN

13 | 04 - 30 | 06 | 2019

Pünktlich zu ihrem siebzigsten Geburtstag im Sommer 2019 zeigt Miriam Cahn im Kunsthaus Bregenz ihre erste große institutionelle Einzelausstellung in Österreich.

Ihre Bilder sind ebenso bedrückend wie einnehmend. In Pastell oder Kohle zeigt Miriam Cahn ihre Figuren oft formatfüllend in leeren, kaum definierten Umräumen. Die Gesichter sind schattenhaft reduziert, Augen und Münder nur Schemen. Die Körper, meist nackt, wirken verloren und geisterhaft, als würden sie von einem fluoreszierenden Licht erhellt. Selten agieren sie, dann mit verstörend vereinfachten, manchmal auch heftigen Gesten. Einsamkeit, Sexualität, Liebe, Gewalt oder Zerstörung sind die Themen. Cahn ist von der Performancekunst der 1970er Jahre, der feministischen Kunst und der Friedensbewegung geprägt. Ihre Figuren dienen der stummen Identifikation, der Anteilnahme, dem Aufruf. Zuweilen zeigt sie die Berglandschaft des Oberengadins in schroffen Horizonten, übermächtig und erhaben. Und doch nehmen sich ihre Linien wie Stellvertreter des Menschlichen aus. 

Miriam Cahn hat keine Scheu vor Themen der Sexualität. Sie setzt in ihrer Kunst auf das Profane. Sie tritt damit in einen gleichwertigen Dialog zur sakral anmutenden Architektur des Kunsthaus Bregenz. Sowohl Architekt Peter Zumthor als auch die Künstlerin sind in der Nähe von Basel geboren. Bislang haben sich die beiden nie persönlich kennengelernt — im Rahmen der Ausstellung in Bregenz wird erstmals ein öffentliches Gespräch stattfinden.

KUB Billboards

Miriam Cahn

13 | 04 - 30 | 06 | 2019

Die Billboards an der Bregenzer Seestraße, der meist frequentierten Straße der Stadt, sind fester Bestandteil im Programm des Kunsthaus Bregenz. 2019 finden sie zu ihrer ursprünglichen Form zurück und erweitern jeweils die Ausstellung im Kunsthaus Bregenz in den öffentlichen Raum.

Seit April zeigen die KUB Billboards Gemälde der Schweizer Künstlerin Miriam Cahn, in monumental vergrößerter Form. Ihre farbstarken Bilder erzählen assoziativ von den brennenden Problemen der heutigen Zeit: Einsamkeit, Gewalt zwischen Menschen und Geschlechtern, Sexualität, Krieg und Flucht. Gleichzeitig wecken Darstellungen von Tier und Landschaft die Hoffnung auf ein Dasein in Frieden und Harmonie mit der Welt. Die Originale sind in der aktuellen Ausstellung DAS GENAUE HINSCHAUEN zu sehen

KUB Sammlungsschaufenster

Aktuell keine Ausstellung

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr
Donnerstag 10 – 20 Uhr

Sommeröffnungszeiten
13. Juli bis 31. August 2019
täglich 10 bis 20 Uhr

Umbauzeiten

Das KUB bleibt geschlossen während des Umbaus einer Ausstellung:

07. bis 18. Januar Umbau
Eröffnung Ed Atkins: 18. Januar, 19 Uhr

01. bis 12. April Umbau
Eröffnung Miriam Cahn: 12. April, 19 Uhr

01. bis 12. Juli Umbau
Eröffnung Thomas Schütte: 12. Juli, 19 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene € 9
Ermäßigungen € 7
Das ermäßigte KUB Ticket gilt für Student/innen unter 27 Jahren, Lehrlinge, Senior/innen, Menschen mit Behinderung, Wehr- und Zivildienstleistende (Nachweis erforderlich).

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre)


Kombi-Ticket Kunsthaus Bregenz und vorarlberg museum € 15
Ermäßigungen € 12

Kulturhäuser Card € 99

Jahresticket € 36

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Foto: Markus Tretter © Kunsthaus Bregenz

Steckbrief

+43 5574 48594-0
Karl-Tizian-Platz
A-6900 Bregenz (V)

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EUR 9,00 - Erwachsene
Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr
Donnerstag 10 - 20 Uhr
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