Die Franziskanerkirche ist eine der ältesten Kirchen Salzburgs: Sie ist auf einer frühchristlichen Gebetsstätte errichtet.

Rundgang

Das Wachsen und Sichablösen der europäischen Stile von der Romanik bis zum Spätbarock lässt sich eindrucksvoll nachvollziehen.

 Im Langhaus wird durch den einengenden Trumpfbogen im Bereich des dreijochigen Mittelschiffs ein schluchtartiger Eindruck erzeugt.

Die schweren, auch im Steigen lastenden Formen grenzen die "dunkle Welt" gegen den zeltartigen Lichtraum des Chores ab, dessen 5 Rundpfeiler - wie riesige, Blütenkelche tragende Stängel - im schwebenden Gewölbe aufgehen.

Eingezogene Wandpfeiler lassen den Raum auch in der Randzone nachgiebig erscheinen. Die Orgelempore, der aus Säulen geschaffene Bogen und die Emporenfenster im Langhaus wurden Ende des 19. Jahrhunderts hinzugefügt.

Großartig ist die westliche Abschlusswand des Chores. 1606 setzt Fürsterzbischof Wolf Dietrich einen ganz und gar ungewöhnlichen Akzent: Wie ein "Fenster" zur Residenz lässt er eine profane Palastfassade in den Sakralraum hineinstellen.

Im Kapellenkranz des Chores kann man die Entwicklung der Stuckdekoration und Malerei des 17. und frühen 18. Jh. anhand von neun Kapellen verfolgen. Hervorzuheben sind der aus dem alten Dom stammende, 1561 datierte Marmoraltar in der Kapelle des Chorscheitels und die von Ottavio Mosto stuckierte, um 1690 von Erzbischof Ernest Thun gestiftete Franziskuskapelle mit Gemälden von Johann Michael Rottmayr (1693).

Das Glanzstück jedoch ist Fischer von Erlachs Hochaltar von 1709/10, in den sich Michael Pachers Madonna kongenial einfügt. Die seitlichen Figuren sind von Simeon Fries. Fischer v. Erlach, der große Baumeister des österreichischen Barock, spielt hier in einem Werk der Kleinarchitektur all sein reifes Können aus.

Steckbrief

+43 (0662) 84 36 29
Franziskanergasse 5
A-5010 Salzburg (S)

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