Ernst Fuchs Museum

Das heute als "Fuchs-Villa" bekannte Haus an der Hüttelbergstraße ist ein wertvolles Architekturdenkmal, das lange Zeit vom Verfall bedroht war und 1963 schließlich sogar demoliert werden sollte: Daß das nicht eintrat, verdankt die Villa ihrem jetzigen Besitzer und "heros eponymos", dem Zeichner und Maler Ernst Fuchs. Ernst Fuchs rettete die Villa nicht nur vor dem Abbruch, sondern er machte sie in Form eines Museums auch der Öffentlichkeit zugänglich.

Das Haus

Die Kunst des Malers und Zeichners belebt und bevölkert das ganze Haus, von großformatigen eigens für diesen Ort geschaffenen Bildern, Figuren und Objekten bis hin zu von ihm entworfenen Möbelstücken, von Dekorstoffen bis zur Bronzefigur "Königin Esther" auf der Terrasse. Bilder des ganz jungen, am Beginn seiner Karriere stehenden Künstlers präsentieren sich neben neuen Werken, hier sind alle Epochen im Schaffen des Meisters festgehalten. Offensichtlich ist auch für Ernst Fuchs die Verwirklichung in einer selbst entwickelten Architektur die letzte Herausforderung an den bildenden Künstler, wie sie auch andere österreichische Künstler, etwa Hundertwasser, Brauer oder Kumpf, schon verspürt haben.

Viele Besucher kommen in der Folge sogenannter "Jugendstil-Touren" auf den Spuren Otto Wagners zur Villa an der Hüttelbergstraße. Um auch diesen Besuchern eine über das reine Bauwerk hinausgehende Attraktion zu bieten, wird um das Haus ein Skulpturengarten angelegt und im Eingangsbereich zum "Kunstpark" eine kleine "Galerie" für Drucke, Kunstkalender, Bücher und Kataloge errichtet. "Viele Franzosen, Italiener, natürlich Japaner, die ganze Welt" kommt in das Privatmuseum, das in Form umfassender Führungen besucht werden kann. Wer mehr als nur einen Besuch möchte, kann für kleine Veranstaltungen oder Cocktailparties das ganze Haus mieten, um hier, unter den aufmerksamen Augen der Sammlungsleiterin oder hin und wieder auch mit Ernst Fuchs selbst, wie Ben Tiber, eine Einladung zu geben. Die Kunst des Meisters aber muß sich der Besucher selbst erschließen, ein prächtiger Bildband der Sammlung in der Villa Wagner, "gewidmet den Freuden meiner Kunst", hilft ihm vielleicht dabei.

Ausstellung
„Graphische Meisterwerke aus den fünfziger Jahren"
von 13. Februar bis 20. April 2016

Das graphische Werk des jungen Ernst Fuchs kann als eines der profiliertesten unserer Zeit gelten. Die „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ hat damit Weltgeltung erhalten. Die Arbeit eines unermüdlichen-fieberhaften Fleißes, eines Ringens um letzte Wahrheiten in den Inhalten und Symbolen der alten Schriften, der Mythen und der Allegorien.

Die Sonderausstellung kann gemeinsam mit dem Gesamtkunstwerk des Museums Ernst Fuchs – Otto Wagner Villa besichtigt werden, ohne Aufzahlung zum regulären Eintrittspreis.

Steckbrief

+ 43 1 914 85 75
Hüttelbergstrasse 26
A-1140 Wien (W)

Lageplan anzeigen | Routenplanung


EUR 11,00 - Normaltarif
EUR 8.00 Wiencard
EUR 6.00 Studenten / Senioren
Dienstag bis Sonntag 10:00 - 16:00 Uhr, Montag nach Vereinbarung

Auch Führungen sind möglich.
Terminvereinbarungen unter:
Tel: +43 1 9148575
Mobil: +43/699/152 40 202
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