Dorfmuseum Mönchhof - Hoadboden

"Volkskultur pur", die gibt es in den rund 35 wieder errichteten Gebäuden, die alle aus dem Heideboden stammen. Hier können Sie als Museumsgast in die Häuser eintreten, in den Räumen verweilen, in Erin­nerungen schwelgen oder ganz einfach nur die Atmosphäre auf sich wirken lassen.

Inhalt

"Hoadboden" nannte man früher den Teil des Seewinkels, in dem Mönchhof liegt -Heideboden. All die Bauern, Handwerker und Kleinhäusler, die hier lebten, trotzten diesem Heideboden ihre Existenz ab. Da war nichts mit ,,Mutter Erde"; der Heideboden war eher ein strenger Vater. Von ihm hing es ab, wann und was die Menschen zu essen hatten und wann sie hungern mussten. Er bestimmte, wann sie arbeiteten und wann sie sich ausruhen konnten.

Das änderte sich maßgeblich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Burgenland und also auch die östlich des Neusiedlersees gelegene Region wurden ,,modernisiert". Zunehmend machten sich Asphalt und Beton auf dem Heideboden breit. Auch die alte bäuerliche Welt veränderte sich; sie wurde ,,bodenunabhängiger". Und zum Teil verschwand sie ganz einfach. ,,Eine Sache, die nirgends zum Aufhalten war", sagen die Leute. Hier im ,,Dorfmuseum Mönchhof“ ist diese einstige Welt zu erahnen. Man findet die alten Häuser, die Werkstätten, die Einrichtungsgegenstände und die Gerätschaften. Man kann nachvollziehen, wie die Menschen gearbeitet, gewohnt und gefeiert haben. Und man spürt etwas von ihren Freuden, ihren Nöten, ihrer Geborgenheit, aber auch von den einengenden Zwängen, denen sie ausgesetzt waren.

Das seit 1990 bestehende Freilichtmuseum - ursprünglich eine private Sammlung - ist in drei Bereiche gegliedert. Im ersten geht es um die Grundlagen der Existenzsicherung. Wovon haben die Menschen gelebt? Was haben sie angebaut und wie? Wie haben sie geerntet? Und welche Produkte haben sie für sich behalten? Dementsprechend ist der gleich anschließende zweite Teil der Bevorratung für den Eigenbedarf gewidmet. Denn diese bildete ja die Grundlage dafür, dass immer etwas zum Überleben da war.

Hinter einem kleinen Teich liegt der dritte und vielleicht ansprechendste Bereich des Museums. Da steht ein richtiges, gleichsam idealtypisches Dorf im ehemaligen Weingarten der Familie Haubenwallner mit Schule, Gasthaus, Greißlerei, Kino, Gemeindeamt, Post, Feuerwehr, Milchhaus und Schrotmühle, mit den Werkstätten der eingesessenen Handwerker und mit dem bescheidenen Wohnhaus des dörflichen Viehhalters.

Außerdem: Man kann in die Häuser, Schupfen und Werkstätten eintreten, in den Räumen verweilen und sich im Betrachten der Dinge verlieren oder ganz einfach nur eine Stimmung in sich aufnehmen. Es ist ein ,,langsames", gastfreundliches Museum. Am gastfreundlichsten ist naturgemäß das Wirtshaus. Wie die meisten anderen Gebäude stand es früher in Mönchhof und ist samt seiner Einrichtung annähernd wieder so aufgebaut worden.

Öffnungszeiten

1. April bis 31. Oktober
10.00 Uhr - 18.30 Uhr

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
Montag geschlossen

in den Monaten Juni, Juli und August ist an allen Tagen geöffnet!

Eintrittspreise in EURO

Erwachsene 5,50
Kinder (ab 6 Jahren) 3,00
Studenten, Präsenzdiener, Behinderte 3,50
Senioren 4,00
Schulklassen (mit Führung) pro Person 4,00
Gruppen (ab 15 Pers.) pro Person 4,00
Familienkarte 12,00
Führungskarte pro Person 2,00
Einleitung (ab 10 Personen) ca. 15 min
pro Person
0,50

Achtung! Bei gekennzeichneten Veranstaltungen ist der Eintritt mit der "Neusiedler-Seecard" leider nicht möglich!

Steckbrief

Dorfmuseum Mönchhof (2 Angebote & Ideen)
02173/806 42
Bahngasse 62
A-7123 Mönchhof (BGL)

Lageplan anzeigen | Routenplanung


EUR 5,50 - Erwachsene
Von Mitte November bis Ende März ist das Dorfmuseum geschlossen!

01. APRIL bis 31. OKTOBER
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
jeweils 10:00 bis 18:30 Uhr

Juni, Juli & August auch Montag geöffnet
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