Das Tirol Panorama

Durch die notwendige Übersiedlung des Riesenrundgemäldes und den damit verbundenen Museumsneubau konnte am Bergisel ein neues Konzept verwirklicht werden.

Für Kulturlandesrätin Beate Palfrader steht der neue Name „Das Tirol Panorama“ für dieses Gesamtkonzept: „Eingebettet in die geschichtsträchtige Umgebung des Bergisel bietet „Das Tirol Panorama“ neben dem Riesenrundgemälde und dem Tiroler Kaiserjägermuseum auch eine Dauerausstellung mit beeindruckenden Exponaten zur Tiroler Vergangenheit mit den Themen Natur, Mensch, Religion und Politik.“

"Die Schlacht am Bergisel"

Das Riesenrundgemälde von 1896 ist eines der beiden Hauptexponate des neuen Hauses. Weltweit sind noch zwanzig Exemplare aus der klassischen Zeit dieses Massenmediums erhalten.

Der Münchner Maler Zeno Diemer (1867-1939) stellte es unter Aufsicht des Historienmalers Franz von Defregger (1835-1921) in nur drei Monaten fertig. Auf mehr als tausend Quadratmetern Leinwand verdichten sich darin die Kämpfe der dritten Bergiselschlacht vom 13. August 1809 zu einem beinahe heilsgeschichtlichen Geschehen.

Das Panorama enthält alle Zutaten, die den Mythos Tirol ausmachen: Landschaft und Menschen, den unbändigen Drang nach Freiheit und die enge Verbindung „nach oben“.

Im neuen Haus wird das Riesenrundgemälde zum Bühnenbild. Nachdem die Besucherinnen und Besucher über verschiedene Stationen mit der Geschichte und den handelnden Personen bekannt gemacht wurden, finden sie sich als teilnehmende BeobachterInnen am Schauplatz eines historischen Dramas wieder.

Das Kaiserjägermuseum

1880 wurde das Kaiserjägermuseum im, für museale Zwecke adaptierten, alten Schützenhaus eröffnet. Mit der Wahl des Ortes als dem „Schauplatz der glorreichen Befreiungskämpfe der Tiroler Landesverteidiger“, wie es im Stiftungsbrief heißt, knüpft die Traditionspflege der Kaiserjäger bewusst an die Zeit von 1809 an. Die Militärgeschichte Tirols im 19. und 20. Jahrhundert erscheint somit als direkte Fortsetzung des Dramas am Bergisel.

Das Tiroler Kaiserjägermuseum bleibt als ein „Museum im Museum“ in seinem Bestand weitgehend unangetastet. Es wird behutsam modernisiert und soll den Charme einer historischen Sammlung beibehalten.

Das Regimentsmuseum der Tiroler Kaiserjäger spiegelt aus Sicht des Truppenkörpers die Entwicklung des altösterreichischen Militärs und der Jägertruppe im 19. Jahrhundert wider. Thematisiert werden das Regimentsleben und die Einsätze sowie herausragende Persönlichkeiten.

Die Tirol-Ausstellung

„Tirol pur“ finden die BesucherInnen in der Tirol-Ausstellung. Im Einzelnen werden die Bereiche Religion, Mensch, Politik und Natur präsentiert.

„Das Heilige Land“: Frömmigkeit, Aberglaube und religiöse Diplomatie

Die religiöse Kultur in Tirol ist vielfältig: Christentum und außerchristlich-magische Elemente verbinden sich. Politik und Religion sind eng verwoben. Der Glaube spielt in Tirol eine große Rolle.

„Über die Tiroler“: Was ist echt und was ist falsch?
Hier sieht man die Tirolerinnen und die Tiroler als reale und fiktive Figuren in verschiedenen Kostümierungen. Das Fremdbild wird zum Selbstbild und als solches vermarktet.

„Die Behauptung Tirols“: Widerstand und Beschwörung
Die politische Kultur Tirols ist vom Widerstand gegen Zentralismus geprägt. Im Gegenzug werden die traditionellen Freiheiten beschworen. Antizentralismus und Traditionalismus sind auch die Triebkräfte für den Aufstand von 1809. Danach wird die Freiheit zum Mythos: Tirol, die Geschichte einer Behauptung.

„Das Land im Gebirge“ oder die Schwerkraft der Berge
Das Land liegt fast zur Gänze in den Alpen, nur etwa zwölf Prozent sind Dauersiedlungsraum. Die Eroberung der Natur beginnt mit der Besiedelung und landwirtschaftlichen Nutzung und reicht bis zu ihrem ästhetischen Genuss als Landschaft. Die Geschichte Tirols ist eine Auseinandersetzung mit der Natur. In Tirol sind die Berge unumgänglich und Teil der Identität.

Steckbrief

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Berg Isel 1

Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Montag, von 9 bis 17 Uhr.
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